aktualisiert am 11.2.2012

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Das Buch:

An "Star Trek" scheiden sich die Geister. Die einen finden dieses Science Fiction-Universum bescheuert [inclusive der Anhänger, der "Trekkies"], die anderen finden es schlichtweg genial und verehren es kultartig. Dazwischen gibt es aber noch viele Zwischenstufen: diejenigen, die die Filme gut finden; die, die sich einfach nur von den Serien unterhalten lassen wollen; oder auch diejenigen, die auf die Original-Serie schwören und die anderen verteufeln.

Eine dieser Raumschiff Enterprise – "Spin off" - Serien ist "Deep Space Nine". Was auf den ersten Blick eine Serie über Weltraumfreaks in einer Raumstation ist, die fantastische Abenteuer meistern müssen, ist auf den zweiten Blick viel gehaltvoller.

"Science and a Sense of Hope" betrachtet diese Serie wissenschaftlich und soziologisch. Dabei konzentriert sich die Fragestellung darauf, ob und wie die Serie eine neue Weltsicht vermittelt, wie religiöse Aspekte rübergebracht werden, und welche Rolle Wissenschaft und Bildung dabei spielen.

Der Frage nach dem tieferen Sinn der Serie geht Kolja Steinrötter knallhart auf den Grund. Er untersucht die utopische Vision der Serie, ebenso wie die Bedeutung und Tiefe der Charaktere wie "Commander Benjamin Sisko", dem Klingonen "Worf" oder "Leutnant Dax", die von der supergeilen Terry Farrell gespielt wird.

Natürlich wird die Serie auch unter mediensoziologischen Gesichtspunkten analysiert.

 

Der Autor:

Kolja Steinrötter wurde 1974 geboren und studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster (Westfalen).

2003 schloss er sein Magisterstudium mit dieser Arbeit über "Deep Space Nine" ab.

Momentan arbeitet er als freier Schriftsteller und widmet sich vor allem dem Verfassen von Fabeln und Märchen.

 

 

 

 

Warum man das Buch unbedingt lesen sollte:

Eigentlich trifft das "Star Trek"-Universum nur ganz selten mit unserem "attitude"-Universum zusammen, sprich: der realen Welt!!

Das liegt vorwiegend an den seltsamen Fans der Serien, die man auf Comicbörsen oft zuhauf beobachten kann. Meistens sind es Typen, die Rollenspiele wie das "Schwarze Auge" spielen, Heavy Metal hören, Computerspiele auf LAN-Partys nächtelang spielen und weibliche Wesen nur in Form ihres Lara Croft-Aufstellers kennen. Wir möchten nur ungern mit diesen meist übergewichtigen, schmierig-langhaarigen Freaks zusammenkommen.

Kolja Steinrötter aber schafft es, dass unser Interesse geweckt wird. Nicht zuletzt durch seinen Schreibstil, der einerseits wissenschaftlich interessant, andererseits aber auch medientypisch locker ist, fesselt er den Leser an seine Arbeit. Auch wenn man nicht mit dem "Deep Space Nine"– Universum vertraut ist, findet man seinen Weg durch "Science and a Sense of Hope". Steinrötter schreibt nachvollziehbar und nicht übermäßig "fachsimpelnd". Sowohl Medienwissenschaftler als auch Star Trek - Fans werden ihre Freude an dem Buch haben.

Steinrötter ist ein Fan, das merkt man gleich, allerdings kein "Fanatic", denn sonst hätte er das Buch so nicht schreiben können. Es ist nämlich fraglich, ob Star Trek - Freaks eine solche Distanz zu ihrem Kult hätten, die nötig ist, um die Serie medienwissenschaftlich und soziologisch zu analysieren. Kolja Steinrötter schafft es. Er nimmt einzelne ausgewählte Folgen auseinander, bringt unzählige Aspekte auf einen Nenner und bezieht medieninteressante Bereiche wie Zensur mit ein.

Wir finden das Buch insgesamt großartig und können es Euch nur wärmstens empfehlen, sowohl medieninteressierten Menschen als auch Star Trek- Fans!!